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Die Wertstofftonne seit 1. Januar 2024

Die Entsorgungsfirma Knettenbrech + Gurdulic hat aufgrund des Verpackungsgesetzes die Leerung der Wertstofftonnen zum 1. Januar 2024 als ein komplett neues Gebiet im Vollservice übernommen. Auftraggeber ist der Betreiber Duale Systeme (BDS). Der städtische Eigenbetrieb Team Sauberes Karlsruhe war bis Ende 2023 mit der Wertstoffsammlung betraut.

Kontaktdaten Knettenbrech + Gurdulic

E-Mail: lvp-ka@knettenbrech-gurdulic.de

Internet: www.knettenbrech-gurdulic.de

Telefon: 0800 505 2 505 oder 0721 966 0 4411

Neues Vergabeverfahren zur Erweiterung des Vollservice bei Wertstoffsammlung
Entscheidung der Vergabekammer setzt den Rahmen

Karlsruhe, 17. Mai 2024. Die Stadt Karlsruhe wird ein neues Vergabeverfahren zur Erweiterung des Vollservice bei der Wertstoffsammlung durchführen und dabei die Hinweise der Vergabekammer umsetzen. Damit reagiert die Stadt auf die Entscheidung der Vergabekammer des Regierungspräsidiums Karlsruhe, die den bisherigen Vergabeprozess für ungültig erklärt hat. Die als Ergebnis der Nachverhandlung dem Gemeinderat vorgelegten Angebote können daher nicht mehr angenommen werden.

Zielsetzung bleibt, den Vollservice bei der Wertstoffsammlung für möglichst viele Haushalte in Karlsruhe zu gewährleisten. Vollservice bedeutet, dass die Abfallbehälter beim Leerungsvorgang von den Mitarbeitenden der Müllabfuhr vom Standplatz geholt, geleert und wieder zurückgestellt werden. Es ist angedacht, Regelungen für die Tonnen zu finden, deren Standplatz sich bis zu 27 Meter von der Straße entfernt befindet und über maximal eine Stufe erreichbar ist.

Das bisherige von der Vergabekammer für ungültig erklärte Vergabeverfahren sollte präzisieren, wie der Vollservice durch das für die Wertstoffsammlung beauftragte Entsorgungsunternehmen zu erfolgen hat. Dazu sollte eine Zusatzvereinbarung zwischen der Stadt Karlsruhe und dem bereits tätigen Entsorgungsunternehmen Knettenbrech + Gurdulic (K + G) abgeschlossen werden. K + G ist seit Januar 2024 im Auftrag der Betreiber Dualer Systeme (BDS) für die Wertstoffsammlung in Karlsruhe tätig.

Der Leitgedanke bei dem Vergabeverfahren war, eine Erweiterung des Vollservice für möglichst viele Haushalte zu erreichen, die keinen Standplatz gemäß der Abfallentsorgungssatzung der Stadt Karlsruhe haben. Satzungskonformer Standplatz bedeutet: Die Tonne darf maximal 15 Meter von der Straße entfernt stehen und muss über einen stufenlosen Weg mit maximal fünf Prozent Steigung erreichbar sein. Diesen Vollservice hat der städtische Eigenbetrieb Team Sauberes Karlsruhe (TSK, zuvor Amt für Abfallwirtschaft), der für die Bio-, Papier- und Restmülltonnen zuständig ist, als serviceorientiertes kommunales Entsorgungsunternehmen jahrelang großzügig, auch für die Wertstofftonne, ausgelegt und vollzogen.

Seit Januar 2024 ist nicht mehr das TSK zuständig, sondern das private Entsorgungsunternehmen K + G, durch die BDS mit der Wertstoffsammlung beauftragt. K + G orientiert sich beim Vollservice allerdings eng an der Definition der Gestaltung von Behälterstandplätzen in der Karlsruher Abfallentsorgungssatzung, wodurch eine Präzisierung der unterschiedlichen Vorstellungen notwendig wurde. Aus diesem Grund entschied der Gemeinderat, dass die Stadt den Vollservice für Strecken zwischen 15 und 27 Meter Distanz beauftragt und finanziert, um möglichst viele Haushalte abzudecken. Die Umsetzung dieses Beschlusses hat die Vergabekammer mit ihrer Entscheidung gestoppt.

Die Vergabekammer hat in ihrer Entscheidung die Stadt Karlsruhe zur Aufhebung des bisherigen Vergabeverfahrens aufgefordert, da nicht festgestellt werden könne, dass die Vergabe des Auftrags ohne vorherige Bekanntmachung einer Ausschreibung im Amtsblatt der EU gerechtfertigt war. Die Kammer gab zudem vor, dass die Stadt Karlsruhe über eine Vergabe erneut entscheiden muss. Dabei ist zu begründen und zu dokumentieren, warum und mit welcher Vergabeverfahrensart die benötigten Beschaffungen durchgeführt werden. Dieser Aufforderung kommt die Stadt mit ihrem neuen Vergabeverfahren nach.

Die alleinige Dokumentation des ersten Vergabeverfahrens reicht laut Kammerentscheid für die Beauftragung nicht aus. Die Stadt Karlsruhe hat weiterhin die Absicht, den Vollservice bei der Wertstoffsammlung für möglichst viele Haushalte zu gewährleisten und dabei der vom Gemeinderat mit Beschluss vom 19. März 2024 vorgegebenen Zielrichtung im Rahmen der rechtlichen Vorgaben zu entsprechen.

Bis zum Abschluss des nun neu zu startenden Vergabeverfahrens gilt: Wo der Standplatz des Wertstoffbehälters höchstens 15 Meter von der Straße und stufenfrei zu erreichen ist, ist am Abholtag nichts zu veranlassen. In allen anderen Fällen werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, ihre Wertstofftonnen am Leerungstag möglichst auf dem Gehweg bereitzustellen.

Fragen und Antworten zur Wertstofftonne der Firma Knettenbrech + Gurdulic

In die Wertstofftonne dürfen ab dem 1. Januar wie bisher Verpackungsabfälle (sogenannte Leichtverpackungen) und stoffgleiche Nichtverpackungen (z. B. ein defekter Kunststoff-Wäschekorb oder eine ausgediente Metallbratpfanne) eingegeben werden. Darüber hinaus wird in den Stadtgebieten mit Vollservice dieser Service auch weiterhin angeboten. Allerdings ist ab diesem Zeitpunkt für die Wertstoffsammlung nicht mehr die Stadt, sondern ein von den Betreibern Dualer Systeme beauftragtes Entsorgungsunternehmen zuständig. Deswegen erfolgt ab dem 1. Januar 2024 die Leerung der Wertstofftonnen nicht mehr wie bisher vom Team Sauberes Karlsruhe (ehemals Amt für Abfallwirtschaft), sondern durch die Firma Knettenbrech + Gurdulic. Die Stadt selbst wird dann nur noch für die Sortierung und Verwertung der von Knettenbrech + Gurdulic erfassten stoffgleichen Nichtverpackungen verantwortlich sein.

Die Betreiber Dualer Systeme (BDS) organisieren bundesweit die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen für Industrie und Handel. Sie sind dafür verantwortlich, dass die vom Verpackungsgesetz vorgeschriebenen Recyclingquoten erreicht werden. Im Rahmen eines Deutschland-weiten Ausschreibungsverfahrens beauftragen die BDS entsprechende Entsorgungsunternehmen mit der Sammlung. In diesem Zusammenhang hat die für den Stadtkreis Karlsruhe zuständige Firma Landbell die Sammlung der Wertstoffe an die Firma Knettenbrech + Gurdulic vergeben.

Für die Sammlung der Wertstoffe ist ab dem 1. Januar 2024 die Firma Knettenbrech + Gurdulic verantwortlich. Ab diesem Zeitpunkt ist diese dann der direkte Ansprechpartner für die Karlsruherinnen und Karlsruher. Den Bürgerinnen und Bürgern steht hierzu eine eigens eingerichtete Servicehotline 0800 5052505 (freigeschaltet ab 1. Januar 2024) oder per E-Mail für Fragen, die beispielsweise den Behälterbestand, die Leerungstermine oder den Austausch defekter Wertstofftonnen betreffen, zur Verfügung. Zu Fragen hinsichtlich der Abfalltrennung berät das Team Sauberes Karlsruhe allerdings weiterhin über die Behördennummer 115.

Nein, es besteht gemäß § 13 und § 14 des Verpackungsgesetzes für alle Haushalte die Verpflichtung, gebrauchte Verpackungen getrennt vom Restabfall zu sammeln und einer Verwertung zuzuführen.

Für die Wertstofftonne fallen keine weiteren Gebühren an.

Die im Stadtgebiet aufgestellten Wertstofftonnen bleiben stehen. Die Stadt Karlsruhe hat sich mit Knettenbrech & Gurdulic darauf geeinigt, dass diese den kompletten Bestand an Wertstofftonnen übernehmen. Im Zuge des Übergangs der Wertstoffsammlung werden die vorhandenen Wertstofftonnen ab November 2023 durch die Firma Knettenbrech + Gurdulic in Zusammenarbeit mit dem Team Sauberes Karlsruhe neu beklebt. Auf den neu angebrachten Aufklebern befinden sich dann wichtige Informationen zur Abfalltrennung und eine entsprechende Servicehotline-Nummer des künftigen Auftragsnehmers.

In die Wertstofftonne kommen nur Leichtverpackungen sowie stoffgleiche Nichtverpackungen.

Leichtverpackungen:
Ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind, dürfen in die Wertstofftonne eingegeben werden. Einzelne Verpackungsbestandteile (z. B. Aluminiumdeckel beim Joghurtbecher) bitte vorher voneinander trennen. Ein Ausspülen ist nicht notwendig.
Siehe: Mülltrennung wirkt!

Stoffgleiche Nichtverpackungen:
Ausrangierte Produkte aus Kunststoff und Metall (z. B. Alufolie, defekter Kunststoff-Wäschekorb, eine Metallschöpfkelle oder Styropor)

In den Haushalten fallen bei den Verpackungsabfällen vor allem sogenannte Leichtverpackungen an. Diese bestehen meist aus Kunststoffen und Verbundstoffen (z. B. Spülmittelflaschen), Aluminium oder Weißblech (z. B. Konservendosen). Verwendetes Papier wird dabei meistens mit Kunststoff imprägniert oder es dient als stabilisierende Hülle bei dünnen Kunststoffverpackungen. Eine typische Verbundstoffverpackung ist der Getränkekarton. Dieser besteht aus Karton sowie dem Kunststoff Polyethylen und kann für länger haltbare Lebensmittel zusätzlich eine Aluminiumschicht enthalten. Weitere gängige Verbundstoffverpackungen sind Butterfolie (Aluminium/Papier) oder kunststoffbeschichtete Kartons für Tiefkühlkost und Instantsuppenbeutel (Aluminium/Kunststoff).

Stoffgleiche Nichtverpackungen bestehen aus Metall und/oder Kunststoff. Beispiele für stoffgleiche Nichtverpackungen, die in einem Haushalt anfallen können, sind beispielsweise Eimer, defektes Spielzeug aus Kunststoff oder ein alter Aluminiumtopf.

Nein, die Wertstofftonne wird nicht gereinigt. Da nur entleerte Leichtverpackungen und stoffgleiche Nichtverpackungen über die Wertstofftonne entsorgt werden dürfen, ist eine Reinigung in der Regel nicht notwendig.

Der Inhalt der Wertstofftonne wird in Sortieranlagen in verschiedene Einzelfraktionen getrennt. Dort werden Metalle und verschiedene Kunststoffe (unter anderem Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Folien, Kunststoffflaschen und auch Getränkekartons) sowie weitere verwertbare Abfälle separiert und anschließend einer hochwertigen Verwertung zugeführt.

Die Wertstofftonne wird auch weiterhin 14-täglich geleert.

Ja, der Vollservice bleibt weiterhin bei der Wertstofftonne bestehen, sofern die Wertstofftonnen sich nicht in einem Stadtteil mit Teilservice befinden. Bei Vollservice wird der Abfallbehälter vom Personal am satzungsgemäßen Behälterstandort (Die Entfernung darf 15 Meter nicht überschreiten. Die befestigten Transportwege müssen ebenerdig angelegt werden, sie dürfen keine Stufen und keine Steigungen über 5 Prozent haben.) geholt und nach der Leerung zurückgestellt. Beim Teilservice muss der Behälter zur Leerung bereitgestellt werden (gilt für Behälter bis 240 Liter).

Die regelmäßigen Termine zur Leerung der Wertstofftonne können sich ab 2024 ändern. Zudem wird eine aufgrund eines Feiertages ausgefallene Sammlungstour in der Regel am darauffolgenden Samstag nachgeholt. Wir bitten in diesem Zusammenhang die entsprechenden Informationen der Firma Knettenbrech + Gurdulic zu beachten.

Eine Wertstofftonne kann über die eigens eingerichtete Servicehotline 0800 5052505 (freigeschaltet ab 1. Januar 2024) oder per E-Mail  der Firma Knettenbrech + Gurdulic neu bestellt, abbestellt oder mit einem größeren oder kleinerem Fassungsvolumen bestellt werden. Hier verweisen wir ebenfalls auf entsprechende Informationen der Firma Knettenbrech + Gurdulic.

Abbildung einer Wertstofftonne von Knettenbrech + Gurdulic

Pressemeldungen

Stadt Karlsruhe, K + G und Landbell vereinbaren gemeinsames Vorgehen

Mentrup und Gurdulic: Lösung bei der Wertstofftonne durch Rüge verzögert

Karlsruhe, 28. März 2024. Mehr Zeit als geplant erfordert die angestrebte Lösung beim Vollservice für den Wertstoffabfall. Die Rüge eines Entsorgungsunternehmens bremst die Klärung. Das berichtete Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei einem Pressegespräch in dieser Woche. Die gute Nachricht: Bei den Tonnen, die satzungskonform abgestellt sind, ist die Zahl der Beschwerden rückläufig. "Dinge, die wir vereinbarten haben, finden statt", sagte Mentrup mit Blick auf die Firma Knettenbrech + Gurdulic (K+G), die seit 1. Januar für die Leerung der Wertstofftonne zuständig ist. Eine Ausschreibung dieser Leistung war nötig geworden, da gesetzliche Vorgaben den Betreibern dualer Systeme die Verantwortung für die Wertstoffsammlung übertragen haben.

Doch die städtische Satzung zur Abfallentsorgung wird von K+G strenger ausgelegt: Tonnen, die mehr als 15 Meter von der Straße entfernt oder nur über Treppen erreichbar sind, fasst K+G nicht an. Der Gemeinderat hatte deshalb eine Präzisierung des Vertrags zum Vollservice beschlossen, um Tonnen mit einem Abstand von bis zu 27 Metern und einer Treppenstufe auf dem Weg abzudecken. "Leider können wir noch nicht mit der Umsetzung beginnen, weil ein Mitbewerber aus der Entsorgungswirtschaft uns eine Rüge erteilt hat", erklärte Mentrup. Es steht der Vorwurf im Raum, dass die Präzisierung hätte ausgeschrieben werden müssen. Die Stadt hat die Rüge zurückgewiesen, möglicherweise schreitet die Vergabekammer ein. "Wir rechnen damit, dass unsere rechtliche Position richtig ist", betonte Mentrup.

Mit einer Entscheidung wird innerhalb von fünf Wochen gerechnet. Bis dahin will K+G laut Geschäftsführer Patrick Gurdulic den Status quo erhalten: "Wir sind bemüht alles zu schaffen, was vereinbart ist." Die Schwierigkeiten habe man mittlerweile weitestgehend im Griff: "Wir mussten zunächst das Gebiet kennenlernen", gestand er ein. Bis zur Klärung, ob die Rüge berechtigt ist, ruft Bettina Lisbach, die für die Abfallentsorgung zuständige Bürgermeisterin, dazu auf, Tonne satzungskonform abzustellen, also ebenerdig und höchstens 15 Meter von der Straße entfernt. Bei Gebäuden, wo die Tonnen mehr als 27 Meter und mehr als eine Stufe von der Straße entfernt stehen, bedarf es anderer Lösungen. Betroffen sind rund 6 100 Häuser, die einen Hausmeisterservice beauftragen oder den Standplatz der Tonnen verändern müssen. Hierbei unterstützt das Team Sauberes Karlsruhe beratend.

Karlsruhe, 28. März 2024. Mehr Zeit als geplant erfordert die angestrebte Lösung beim Vollservice für den Wertstoffabfall. Die Rüge eines Entsorgungsunternehmens bremst die Klärung. Das berichtete Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei einem Pressegespräch in dieser Woche. Die gute Nachricht: Bei den Tonnen, die satzungskonform abgestellt sind, ist die Zahl der Beschwerden rückläufig. "Dinge, die wir vereinbarten haben, finden statt", sagte Mentrup mit Blick auf die Firma Knettenbrech + Gurdulic (K+G), die seit 1. Januar für die Leerung der Wertstofftonne zuständig ist. Eine Ausschreibung dieser Leistung war nötig geworden, da gesetzliche Vorgaben den Betreibern dualer Systeme die Verantwortung für die Wertstoffsammlung übertragen haben.

Doch die städtische Satzung zur Abfallentsorgung wird von K+G strenger ausgelegt: Tonnen, die mehr als 15 Meter von der Straße entfernt oder nur über Treppen erreichbar sind, fasst K+G nicht an. Der Gemeinderat hatte deshalb eine Präzisierung des Vertrags zum Vollservice beschlossen, um Tonnen mit einem Abstand von bis zu 27 Metern und einer Treppenstufe auf dem Weg abzudecken. "Leider können wir noch nicht mit der Umsetzung beginnen, weil ein Mitbewerber aus der Entsorgungswirtschaft uns eine Rüge erteilt hat", erklärte Mentrup. Es steht der Vorwurf im Raum, dass die Präzisierung hätte ausgeschrieben werden müssen. Die Stadt hat die Rüge zurückgewiesen, möglicherweise schreitet die Vergabekammer ein. "Wir rechnen damit, dass unsere rechtliche Position richtig ist", betonte Mentrup.

Mit einer Entscheidung wird innerhalb von fünf Wochen gerechnet. Bis dahin will K+G laut Geschäftsführer Patrick Gurdulic den Status quo erhalten: "Wir sind bemüht alles zu schaffen, was vereinbart ist." Die Schwierigkeiten habe man mittlerweile weitestgehend im Griff: "Wir mussten zunächst das Gebiet kennenlernen", gestand er ein. Bis zur Klärung, ob die Rüge berechtigt ist, ruft Bettina Lisbach, die für die Abfallentsorgung zuständige Bürgermeisterin, dazu auf, Tonne satzungskonform abzustellen, also ebenerdig und höchstens 15 Meter von der Straße entfernt. Bei Gebäuden, wo die Tonnen mehr als 27 Meter und mehr als eine Stufe von der Straße entfernt stehen, bedarf es anderer Lösungen. Betroffen sind rund 6 100 Häuser, die einen Hausmeisterservice beauftragen oder den Standplatz der Tonnen verändern müssen. Hierbei unterstützt das Team Sauberes Karlsruhe beratend.

Karlsruhe, 15. Februar 2024. Die Probleme bei der Wertstoffsammlung in Karlsruhe sollen gemeinsam und zügig gelöst werden. Das haben am 14. Februar die Stadt Karlsruhe, die Entsorgungsfirma Knettenbrech + Gurdulic (K+G) und Landbell als Betreiberin Dualer Systeme vereinbart. In einem Abstimmungstermin zwischen Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Bürgermeisterin Bettina Lisbach, dem Team Sauberes Karlsruhe (TSK), der Entsorgungsfirma K+G und Landbell sprachen die Beteiligten konkret über Lösungswege, um die derzeit kritische Situation bei der Wertstoffsammlung zu entschärfen. Hierzu werden die drei Parteien in den nächsten Tagen eine gemeinsame Absichtserklärung (Letter of Intent) abschließen.

Im gemeinsamen Gespräch thematisierten sie aktuelle Probleme bei der regulären Leerung der Wertstofftonnen, nicht erfolgte Leerungen durch Fehlwürfe, beispielsweise von Akkus oder Bauschutt und nicht erfolgte Leerungen, wo die Wertstofftonnen nur über Treppen oder über Distanzen von mehr als 15 Metern erreichbar sind. Die Vertreter von Stadt, K+G und Landbell erklärten ihre übereinstimmende Absicht, die Mängel bei der Wertstoffsammlung im Sinne der Bevölkerung schnellstmöglich zu beseitigen.

Konkrete Vereinbarungen

„Für alle Beteiligten ist es wichtig, im März konkrete Vereinbarungen festzulegen und abzuschließen, um die Anfangsschwierigkeiten bei der Wertstofferfassung zu beheben. Für möglicherweise notwendige Zusatzleistungen ist die Stadt Karlsruhe bereit einzustehen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Mentrup nach dem Spitzengespräch.

Die Stadt Karlsruhe und K+G thematisierten eine Verbesserung der Serviceleistung und besprachen, dass alle Wertstofftonnen, welche die Vorgaben der Abfallentsorgungssatzung erfüllen, verbindlich durch K+G am Abholtag geleert werden. Das beinhaltet auch die Entsorgung über sog. Privatstraßen.

Unklarheiten sollen gemeinsam beseitigt werden

Unklarheiten beim sogenannten Vollservice sollen gemeinsam beseitigt werden. Hierbei geht es um die Frage, wie und unter welchen Voraussetzungen die Wertstofftonnen durch K+G vom Standort der Tonne zum Fahrzeug und zurückgebracht werden. „Die Stadt Karlsruhe strebt eine pauschale Lösung an und möchte für möglichst viele Haushalte einen übergreifenden Vertrag mit K+G abschließen“, betonte der Oberbürgermeister. Die für die Planung notwendigen Informationen stellt das TSK dem Dienstleister zur Verfügung.

Weiteres Thema war, die bei K+G und beim Bürgerservice der Stadt eingehenden Beschwerden gemeinsam zu klassifizieren und zu prüfen. Auf dieser Grundlage sollen die Probleme schnell eingegrenzt und behoben werden. Dabei sollen insbesondere die Beschwerden zu jenen Wertstofftonnen erfasst werden, deren Standplatz nicht den Kriterien der Abfallentsorgungssatzung entsprechen. Dies bedeutet unter anderem, dass der Standplatz der Tonnen grundsätzlich nicht über Treppen führt und nicht mehr als 15 Meter Entfernung zum Fahrzeugstandort beträgt.

Über die konkreten Maßnahmen sprechen die Stadt Karlsruhe und K+G in weiteren Verhandlungen. Die Stadt Karlsruhe wird über die Ergebnisse jeweils zeitnah informieren.
 

Wertstoffsammlung: Stadt Karlsruhe unterstützt einmalig beim Vollservice und plädiert für eine pauschale Lösung

Karlsruhe, 7. Februar 2024. Mit einer Sonderleerung von Wertstofftonnen wird das Team Sauberes Karlsruhe (TSK) die Karlsruher Bevölkerung unterstützen, um die kritische Situation bei der Wertstoffsammlung zu entschärfen. Zum Jahreswechsel ist die Verantwortung für die Wertstoffsammlung von der Stadt Karlsruhe zur Entsorgungsfirma Knettenbrech + Gurdulic (K+G) übergegangen. Auftraggeber sind die Betreiber der Dualen Systeme. Seither haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an TSK und an die Stadt Karlsruhe gewandt, da ihre Wertstofftonnen nicht geleert wurden.

Jene Wertstofftonnen, deren Standplatz nicht den Kriterien der Abfallentsorgungssatzung entsprechen und die nur über Treppen erreichbar oder weiter als in 15 Meter Entfernung zum Fahrzeugstandort abgestellt sind und deshalb von K+G nicht mitgenommen wurden, wird TSK im Februar leeren. Der Personalrat des TSK hat der einmaligen Abholung zugestimmt. Die einmalige Leerung durch die TSK-Mitarbeitenden stellt eine besondere Belastung neben ihren eigentlichen Aufgaben dar. Die Stadt Karlsruhe und das TSK möchten mit diesem kurzfristigen Einsatz die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger unterstützen und den entstandenen Unmut in der Bevölkerung verringern.

In der aktuellen Pressemeldung der Entsorgungsfirma weist K+G auf die Vorgaben des Vollservices und die satzungskonformen Standplätze hin. Die bei der Stadt und beim TSK eingehenden Beschwerden über nicht geleerte Wertstofftonnen gehen allerdings über spezifische Probleme beim Vollservice weit hinaus. Hier fordert die Stadt eine Lösung von K+G und umgehende Leerung der nicht abgeholten Behälter ein.  

Die Stadt Karlsruhe und das TSK sind weiterhin bestrebt, eine pauschale Lösung mit K+G zu finden, damit das Unternehmen die Wertstoffsammlung im gleichen Standard durchführt, wie dies bis Ende 2023 durch TSK erfolgte. In Kürze findet ein weiterer Abstimmungstermin zwischen TSK und K+G statt, um Lösungsansätze für den Vollservice zu besprechen.  

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Bürgermeisterin Bettina Lisbach werden am Freitag, 9. Februar 2024, in einem Pressegespräch zum Thema Wertstofftonne über die aktuelle Situation, die Erwartungen der Stadt Karlsruhe und das weitere Vorgehen informieren.
 

Wertstoffsammlung: Stadt drängt beim zuständigen Entsorger auf Verbesserungen

Karlsruhe, 30. Januar 2024. Seit dem zum Jahreswechsel vollzogenen Übergang der Verantwortung für die Wertstoffsammlung von der Stadt Karlsruhe zu Knettenbrech + Gurdulic kommt es im Stadtgebiet zu zahlreichen nicht geleerten Wertstofftonnen. Zudem hat die Entsorgungsfirma Knettenbrech + Gurdulic (K+G) in den vergangenen Tagen in einigen Stadtteilen ein Informationsschreiben verteilt, in dem sie den Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern einen kostenpflichtigen Vollservice anbietet, sofern der Standplatz der Abfallbehälter nicht satzungskonform sei. Dies betrifft beispielsweise Grundstücke, bei denen der Standplatz nicht ebenerdig oder über Treppenstufen zugänglich ist oder bei Standplätzen, die mehr als 15 Meter entfernt sind.  

Die Stadtverwaltung und das Team Sauberes Karlsruhe (TSK) sind überrascht über die Verteilung des Infoblattes und können den Unmut der Bürgerinnen und Bürger verstehen. Die Entsorgungsfirma Knettenbrech + Gurdulic sicherte dem TSK zu, die Verteilung der Informationsblätter vorläufig auszusetzen. Das TSK wird sich in dieser Woche erneut mit Knettenbrech + Gurdulic zusammensetzen, um weitere Möglichkeiten für den Vollservice zu besprechen und die Bürgerinnen und Bürger hierüber zeitnah informieren. Die Stadt strebt eine Lösung mit K+G an, welche eventuell eine Einzelfallentscheidung der Bürgerinnen und Bürger überflüssig machen könnte. Das TSK handhabt im Sinne des Bürgerservices sowie im Selbstverständnis eines kommunalen Dienstleisters den §11 Absatz 2 der Abfallentsorgungssatzung großzügiger. Der Paragraf regelt, wo die Abfallbehälter vom Entsorgungsunternehmen abgeholt werden. Die großzügigere Handhabung hatte TSK vor allem hinsichtlich älterer Bestandsimmobilien getroffen, bei denen die baulichen Gegebenheiten nicht entsprechend sind. Aus diesem Grund drängt die Stadt Karlsruhe in Gesprächen mit Knettenbrech + Gurdulic darauf, die Leerung auch zukünftig am Entsorgungsstandard der Stadt orientiert zu handhaben und die Bevölkerung aktiv zu informieren. Die Entsorgungsfirma Knettenbrech + Gurdulic hat aufgrund des Verpackungsgesetzes die Leerung der Wertstofftonnen zum 1. Januar 2024 als ein komplett neues Gebiet im Vollservice übernommen. Auftraggeber ist der Betreiber Duale Systeme (BDS). Der städtische Eigenbetrieb Team Sauberes Karlsruhe war bis Ende 2023 mit der Wertstoffsammlung betraut. 
 

Wertstoffsammlung: Stadt drängt beim zuständigen Entsorger auf Verbesserungen

Karlsruhe, 16. Januar 2024. Seit dem zum Jahreswechsel vollzogenen Übergang der Verantwortung für die Wertstoffsammlung von der Stadt Karlsruhe zu Knettenbrech + Gurdulic kommt es verstärkt zu nicht geleerten Wertstofftonnen. Da die kostenfreie Servicehotline des Entsorgungsunternehmens oft nicht erreichbar ist, wenden sich seit Jahresbeginn die Bürgerinnen und Bürger verstärkt direkt oder über die Behördennummer 115 an das Team Sauberes Karlsruhe (TSK).

Das TSK kann die Verärgerung und Kritik der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen. Bereits vor der geplanten Umstellung war das TSK mit Knettenbrech + Gurdulic im Austausch und hat frühzeitig und mit Nachdruck die Schaffung notwendiger Bedingungen gefordert, um einen reibungslosen Übergang der Leerung der Wertstofftonnen zu gewährleisten. Aufgrund der nun zahlreich bei der Stadt eingehenden Beschwerden hat das TSK als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger bei Knettenbrech + Gurdulic auf eine deutliche Verbesserung des Leerungsservices sowie der Erreichbarkeit der Hotline gedrängt. Das TSK wird auch weiterhin auf eine umgehende Behebung vorhandener Missstände bei der Leerung bestehen.

Alle beim TSK eingehenden Beschwerden zu nicht geleerten Wertstofftonnen werden unverzüglich an das Entsorgungsunternehmen weitergeleitet. Um für eine reibungslosere Wertstoffsammlung zu sorgen, wird das TSK in wenigen Tagen mit Knettenbrech + Gurdulic das Gespräch führen und Verbesserungen sowie Einhaltung des Vertrags mit BDS einfordern.

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