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Der Winterdienst der Stadt

Nach dem letzten Winter­dien­stein­satz der Saison ist noch lange ­nicht Schluss. Nach dem Winterdienst ist vor dem Winterdienst. Denn bereits dann beginnen die Planungen für die nächste Winterzeit:

  • 670 Straßen­ki­lo­me­ter mit rund 1.200 Räum- und Streu­ki­lo­me­tern
  • 230 Kilometer Radwege
  • 640 Halte­stel­len, öffent­li­che Flächen und Fußgän­ger­über­we­ge

müssen in Räum- beziehungsweise Streu­tou­ren eingeteilt und aufgrund der Er­fah­run­gen der Vorsaison optimiert werden. Zum Winter­ein­bruch ­müs­sen 33 Großstreu­fahr­zeuge und andere Win­ter­dienst­fahr­zeuge und Geräte startklar gemacht werden, damit die für den Winter­dienst einge­teil­ten Mitar­bei­tenden der städ­ti­schen Ämter, Ortsver­wal­tun­gen, kommunalen Gesell­schaf­ten und Fremd­fir­men dafür sorgen können, dass Sie sicher durch den Winter kommen.

Die Straßen werden priorisiert geräumt:

  • Priorität 1: Bundes- und Landes­s­tra­ßen, die das Karls­ru­her Stadt­ge­biet durch­que­ren, die Haupt­ver­kehrs- und Haupt­ver­bin­dungs­stra­ßen innerhalb des Stadt­ge­bie­tes sowie alle ­Bus­li­nien und Gefah­renstel­len
  • Priorität 2: verkehrs­wich­tige Neben­stra­ßen oder ­sons­tige Gefah­renstel­len
  • Alle übrigen Straßen werden im Rahmen unserer ­Leis­tungs­fä­hig­keit geräumt und gegebe­nen­falls bestreut.

Radverkehrsanlagen

Seit 2011 verbessert die Stadt Karlsruhe unter Betei­li­gung von ADFC und VCD das Angebot an Radwegen, die auch im Winter ­be­fahr­bar sind. Dadurch ist ein zusam­men­hän­gend geräumtes Netz ­si­cher­ge­stellt. Um eine optimale Räumung des Radnet­zes ­ge­währ­leis­ten zu können, werden Radwege entlang von Fahrbah­nen ­zeit­ver­setzt bearbeitet.

Fußwege

Verkehrs­wich­tige Fußgän­ger­über­wege und öffent­li­che ­Geh­weg­flä­chen, bei denen keine Anlie­ger­ver­pflich­tung besteht, werden geräumt und bestreut.

Kopie

Ziel unserer Winter­dienst­maß­nah­men ist es, den Ver­kehrs­teil­neh­men­den eine möglichst hohe Sicherheit zu ga­ran­tie­ren. Gleich­zei­tig soll die Umwelt­be­las­tung durch das Streuen möglichst gering gehalten werden.

Die Stadt­ver­wal­tung hat sich im Einklang mit bundes­wei­ten Er­kennt­nis­sen und Erfah­run­gen eines reduzier­ten Streu­salz-Einsatzes – nachge­wie­sen durch die For­schungs­ge­mein­schaft für Straßen- und Verkehrs­we­sen – dafür ent­schie­den, nur dort, wo es aus Sicher­heits­grün­den unbeding­t er­for­der­lich ist, Salz einzu­set­zen. Damit werden Bäume und Sträucher an Straßen und Plätzen weit­ge­hend geschont, ohne die Sicherheit der Ver­kehrs­teil­neh­men­den zu gefährden.

Ab und zu kommt es vor, dass gerade dann, wenn Sie mit dem Räumen von Schnee fertig sind, das städtische Räumfahr­zeug vor­bei­fährt und Sie danach erneut Schnee­reste auf Ihrem frisch ­ge­räum­ten Gehweg vorfinden.
Seien Sie bitte nicht verärgert über den Winter­dienst leisten­den ­Mit­ar­bei­tenden. Die Arbeit fordert in dieser Zeit beson­de­re ­Kon­zen­tra­tion, da mit dem überbrei­ten Schnee­schild ohne ­Scha­den anzurich­ten durch zugeparkte Straßen gefahren werden muss. Haben Sie Verständ­nis dafür, dass der Fahrende nicht kurzfris­tig den Schnee­schie­ber von einer zur anderen Seite bewegen kann. Das würde zu viel Zeit kosten. Zeit ist kostbar während der Räum- und Streu­pe­ri­ode. Unsere Mitar­bei­tenden haben ein großes ­Stre­cken­netz zu bewältigen und sind bei Schnee und Eis bereits in den frühen Morgen­stun­den für Sie und Ihre Sicher­heit im Einsatz.

Räumfahrzeug im Einsatz
Abbildung Räumfahrzeug wird mit Salz befüllt.
Abbildung eines Räumfahrzeugs von hinten.

Räumpflicht der Bevölkerung

Gemäß der entspre­chen­den Satzung der Stadt Karlsruhe sind Ei­gen­tü­merinnen und Eigentürmer, Erbbau­be­rech­tigte und Besitzerinnen und Besitzer von Grund­stücken, die an einer öffent­li­chen Straße liegen oder von ihr einen Zugang ha­ben, für das Räumen und Bestreuen der Gehwege verant­wort­lich. Zu den Straßen gehören auch Wege und Plätze. Vermietende können die Räum- und Streu­pflicht per Mietver­trag auf den Mietenden ­über­tra­gen.

Bitte beachten Sie: Aus Umwelt­schutz­grün­den dürfen nur abstump­fende Mittel wie Sand, Splitt oder Asche verwendet werden. Salz oder ­salz­hal­tige Mittel dürfen nicht eingesetzt werden. Sie schädi­gen ­die Tier- und Pflan­zen­welt und belasten unsere Flüsse. Auch die emp­find­li­chen Hunde­pfo­ten werden durch Salz gereizt.

Für die Bürge­rin­nen und Bürger unserer Stadt gilt es in der Win­ter­zeit die jährli­chen Win­ter­dienst­pflich­ten zu beachten.

  • Alle Straßen­an­lie­gende, egal ob Grund­stücks­ei­gen­tü­merinnen und Grundstückeigentümer, Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter oder Erbbau­be­rech­tigte, die an einer öffent­li­chen Straße, an Wegen oder Plätzen wohnen, sind zum Winter­dienst verpflich­tet!
  • Das bedeutet, dass die Gehflächen von Schnee und auftau­en­dem Eis zu räumen und bei Glätte zu streuen sind, damit ein gefahr­lo­ses Begehen möglich ist. Und es muss sicher­gestel­lt sein, dass bei Tauwetter ein Wasser­ab­fluss möglich ist.
  • Die Verpflich­tung zum Winter­dienst beginnt früh. Sie müssen werktags bis 7.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr den sogenann­ten Anlie­ger­ver­pflich­tun­gen nachkommen.
  • Wenn es während des Tages weiter­schneit oder durch­ ­Nie­der­schläge weiterhin zur Glätte­bil­dung kommt, müssen Sie unter Umständen wiederholt die Gehwege vor dem Grund­stück räu­men oder streuen.
  • Diese Pflicht endet erst um 21 Uhr!

Für das Räumen und Streu­en von Gehweg­flä­chen tragen die Anliegenden die Verant­wor­tung. Bitte ­füh­ren Sie die Räumpf­licht gewis­sen­haft durch, damit alle ­Fuß­gän­ge­rin­nen und Fußgänger sicher und gefahrlos unterwegs sein ­kön­nen. Bitte bedenken Sie , dass Stürze – besonders für die äl­te­ren Bürge­rin­nen und Bürger – schlimme Folgen haben können. Für Ihre Unter­stüt­zung sagen wir herzlichen Dank!

Folgende Flächen müssen von den Verant­wort­li­chen geräumt und ge­streut werden:

  • Gehwege entlang von Fahrbahnen,
  • gemeinsame Rad- und Gehwege, die keine Trennlinie haben und durch ein entspre­chen­des Verkehrs­schild gekenn­zeich­net sind,
  • Fußwege und Treppen­wege.

Gehwege, Fußwege und gemeinsame Rad- und Gehwege sind auf dreiviertel der Breite, höchstens bis 3 Meter zu räumen und zu bestreuen. Für ge­trennte Rad- und Gehwege (Verkehrs­schild mit senkrech­tem Trenn­strich zwischen Rad- und Fußgän­ger­zei­chen) besteht die An­lie­ger­ver­pflich­tung nur für den Gehweg.

Darüber hinaus besteht eine Räum- und Streu­pflicht für:

  • Flächen am Rande der Fahrbahn, falls Gehwege auf keiner ­Stra­ßen­seite vorhanden sind. Diese sind auf 1,50 Meter Breite zu räumen und zu bestreuen.
  • Flächen am Rande von Fußgän­ger­zo­nen und verkehrs­be­ru­hig­ten ­Be­rei­chen. Diese sind auf 3 Meter Breite zu räumen und zu bestreuen.
  • Verge­wis­sern Sie sich recht­zei­tig, ob der Schnee­schie­ber in Ordnung und ausrei­chend Streu­ma­te­rial vorhanden ist.
  • Infor­mie­ren Sie sich täglich über die Wetter­la­ge!
  • Stehen Sie früher auf – der Winter­dienst erfordert Zeit!
  • Achten Sie auf umwelt­freund­li­che Streu­mit­tel. Auf Gehwegen streuen Sie am besten mit abstump­fen­den Streu­mit­teln wie Splitt, Sand oder Granulat. Salz oder salzhal­tige Stoffe sind aus Umwelt­schutz­grün­den laut Satzung über das Reinigen, Räumen und Bestreuen von Gehwegen verboten.
  • Steigen Sie möglichst um auf öffent­li­che Verkehrs­mit­tel (Fahr­pla­naus­kunft des Karlsruher Verkersverbunds)
  • Machen Sie Ihr Fahrzeug winterfest – Sommer­rei­fen oder mangelndes Profil sind eine Gefahr für Sie und Andere!
  • Gewähren Sie Winter­dienst­fahr­zeu­gen Vorfahrt – halten Sie entspre­chende Durch­fahrts­mög­lich­kei­ten frei. Schnee­pflüge sind bis zu 3,50 Meter breit.
  • Parken Sie bitte möglichst nahe am Fahrbahn­rand.
  • Räumen Sie den Schnee an den Rand des Gehweges und nicht auf die Straße, damit bei Tauwetter ein guter Wasserab­lauf gewähr­leis­tet ist.

Wir wünschen Ihnan einen unfall­freien Winter!

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