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Fokus auf Service und Arbeitssicherheit

Ab September gelten neue Konditionen für Abholung

Zwei Müllmänner schieben Mülltonnen zum Abfallsammelfahrzeug. (Archivfoto) © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

 

Die Verwaltung plant eine Neugestaltung des Vollservice bei der städtischen Abfallsammlung. Auf einer Pressekonferenz haben Bürgermeisterin Bettina Lisbach und Dominic Harz, ­Betriebsleiter des zuständigen Teams Sauberes Karlsruhe (TSK), nun die Hintergründe erläutert. Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am 27. Mai über geplanten Änderungen beraten.

Ab September 2025 sind nach den Vorschlägen der Stadtverwaltung Änderungen bei der Abholung vom Standplatz der Abfallsammelbehälter von Restmüll, Papier/Pappe und Bioabfall vorgesehen. Lisbach erläuterte die Anpassungen: „Wir wollen die Vorgaben erweitern, dadurch den sehr bürgerfreundlichen Service festschreiben und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden des TSK verbessern.“ Künftig soll der Vollservice, also das Holen und Zurückstellen von zweirädrigen Abfallbehältern, wie folgt festgelegt werden: maximal 35 Meter Entfernung zwischen Fahrbahnrand und Standplatz, bis zu zehn Stufen und fünf Prozent Steigung. Eingeschlossen ist auch weiterhin, dass das TSK an den Haustüren klingelt.

„Wir haben eine gute Balance gefunden zwischen Arbeitssicherheit und Unfallprävention auf der einen Seite und gutem Bürgerservice auf der anderen“, sagte Lisbach. Die Werte hätten sich aus ausführlichen Analysen und Umfragen mit Mitarbeitenden ergeben, ergänzte der TSK-Betriebsleiter Harz. Viele verschiedene Interessengruppen seien in die Überlegungen einbezogen worden. „So schaffen wir nachhaltige und moderne Arbeitsbedingungen“, sagte Harz.

TSK bietet Beratung an

„Wir können weiterhin einen Vollservice in bekanntem Umfang für 93,5 Prozent der Standplätze ermöglichen“, betonte Lisbach. Dies entspricht etwa 34600 Standplätzen. Für die vierrädrigen Behälter soll die neue Regelung nicht gelten. Ausgenommen von den Änderungen sollen zudem die Kernstadtgebiete in der Karlsruher Innenstadt, in Mühlburg und in Durlach sein. Aufgrund des hohen Fußgängeraufkommens, der Vielzahl an Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben sowie zur Wahrung eines repräsentativen Stadtbildes soll die Leistung in diesen Gebieten weiterhin in vollem Umfang erbracht werden.

Für Standorte, die auch über die geplanten Vorgaben hinausgehen, können dagegen zukünftig keine Vollserviceleistungen im bisher praktizierten Umfang durch das TSK mehr angeboten werden. Hierbei handelt es sich um etwa 2400 Standplätze. Wo Standorte den neuen Vorgaben nicht entsprechen, können alternative, den neuen Kriterien ­entsprechende Standplätze auf privatem Grund eingerichtet werden. Das TSK bietet an den betroffenen Standorten eine individuelle Beratung an. „Uns ist wichtig, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern eine Lösung zu finden“, betonte Harz. Falls sich kein alternativer Standplatz finden lässt, wird eine Bereitstellung der Abfallbehälter notwendig.

Die betroffenen Haushalte sollen – wenn der Gemeinderat zustimmt – ab Juni sukzessive informiert werden. Die gesamte Umstellung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Eine Satzung, in der die neuen Parameter festgeschrieben sind, wird parallel erarbeitet und dem Gemeinderat abschließend zum Beschluss vorgelegt. Aktuelle Informationen gibt es unter www.team-sauberes-karlsruhe.de.

In einem zweiten Schritt beabsichtigt das TSK, ab Januar 2027 eine Wahlmöglichkeit zwischen Voll- und Teilservice im gesamten Stadtgebiet einzuführen. Ausgenommen sind auch hier die Kernstadt sowie Standplätze, die den künftigen Vorgaben der Satzung nicht entsprechen. -gia-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 19 am 9. Mai 2025. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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